Archiv für Oktober, 2011

Herbstwanderung mit Peter zur Aglsbodenalm

Traumhafte Wandererlebnisse bei uns in Ratschings

Bereits seit Anfang Oktober bis zum 06. November erleben Pärchen und Familien die speziellen Herbstferien-Angebote mit wunderbaren Herbstwanderungen und einer Törggelewanderung – entsprechend der goldenen Herbstzeit.

Gestern führte unser Wanderführer Peter unsere Gäste ins Ridnauntal. Vorbei an der Burkhardklamm ging es auf die Aglsbodenalm…

Auf dem Weg ins Ridnauntal erblickten wir ein Schottisches Hochlandrind

Mit dem Kleinbus fuhren wir bis nach Maiern, wo unsere Wanderung startete.

Vorbei an der Burkhardklamm wanderten wir bis zur Aglsbodenalm. Dort stärkten wir uns mit Sütiroler Köstlichkeiten – denn die hatten wir uns richtig verdient!

Nach einer stärkenden Pause stiegen wir wieder ins Tal zurück, wo der Kleinbus auf uns wartete und unsere Gäste wieder ins Ratschingstal brachte.

Herbst im Ridnauntal... der Schnee am Donnerstag hat die Berge angezuckert

Oktober 22, 2011 at 6:25 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Törggelen in Südtirol

Törggele Zeit in Ratschings

Herbstzeit ist Törggelezeit

Eine der ältesten Traditionen, die sich in Südtirol erleben und genießen lassen, ist das Törggelen. Es beruht auf einem alten Brauch der Bauern und Weinhändler. Es entstand nämlich im Zug der ersten Weinverkostungen zwischen Anfang Oktober und dem Beginn der Adventszeit. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus diesem Brauch eine Tradition, die einen lustigen Abend mit kulinarischen Köstlichkeiten miteinschließt.

In den Buschenschänken – also in den Törggelelokalen – wurde nämlich bald der junge Wein gemeinsam mit Gerstsuppe, Schlutzkrapfen, Surfleisch und Knödeln serviert. Als Nachtisch gibt es zudem süße Krapfen und die traditionellen gerösteten Kastanien. Ein weiterer Erklärungsversuch beruht auf einer Art Erntedankfest: also, dass sich die Bauern bei ihren Erntehelfern mit einem Schmaus bedankten.

Törggelen in Südtirol

Woher kommt der Ausdruck „Törggelen“?

Der Begriff stammt von der TORGGEL, also der Traubenpresse im Kelterraum. Die Bezeichnung ergab sich aus dem latein: torquere für pressen und torculum für Kelter.

Ein wichtiger Teil des Abends: die Kastanien:

Geröstete Kastanien

Kastanien gibt es im Alpenraum schon seit mehreren Jahrtausenden – in Südtirol wird der Beginn der Kastanienkultur mit den Langobarden verbunden – also um 600 n. Chr. Im Mittelalter stieg der Bedarf an Kastanienholz im Angesicht der steigenden Bedeutung des Weinbaus. Kulinarisch wichtig wurde die Kastanie als wichtige Zutat in der Fastenspeise „Kestnsupp“ bzw. „Fiseilnsupp“ (Suppe aus Kastanien und Bohnen).

 

Ein tolles Törggelemenü

Ein typisches Törggele-Menü beinhaltet unter anderem:

- süßen Most und/oder jungen Wein (Nuier)

- Gerstensuppe (dickflüssige Suppe mit Gerste, Gemüse und Geselchtem)

- Schlutzkrapfen (Teigtaschen mit Spinatfülle, Parmesan und Butter)

- deftige Schlachtplatten mit Surfleisch, Sauerkraut

- Würste (Blutwurst, Hauswurst)

- Knödel, Geselchtes

- Speck, Kaminwurzen, Käse

- süße Krapfen (Marmelade, Apfel, Mohn, Kastanienreis,…)

- geröstete Kastanien („Keschtn“)

Oktober 7, 2011 at 1:04 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar


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